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Wasser im Keller: Notfall-Guide für die ersten 72 Stunden

Schritt-für-Schritt-Anleitung für die ersten 72 Stunden. Drucken Sie die Checkliste aus und arbeiten Sie sie in der Reihenfolge ab.

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Wassermenge und passende Pumpe berechnen

Wie viel Wasser steht im Keller, welche Pumpe passt und wie lange dauert das Auspumpen? Unser Rechner liefert Volumen, Pumpenleistung und Pumpdauer – inkl. klarem Hinweis, wann Feuerwehr oder THW eingeschaltet werden sollten.

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Wer zahlt den Schaden — und wer nicht?

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Schritt-für-Schritt: die ersten 72 Stunden

  1. 1

    Strom im Keller abschalten

    Schalten Sie sofort die Stromversorgung für den Keller ab (FI-Schalter bzw. Sicherung im Verteilerkasten). Stehendes Wasser und elektrische Anlagen sind eine akute Lebensgefahr – bereits kleinste Spannungen können tödlich sein. Fassen Sie keine Steckdosen, Kabel oder Geräte im Wasser an.

  2. 2

    Wasserzufluss stoppen

    Drehen Sie die Hauptwasserabsperrung zu, falls Leitungswasser oder eine defekte Leitung die Ursache ist. Bei einem defekten Rohr schließen Sie das Ventil vor der undichten Stelle. Notieren Sie sich, wo sich der Hauptabsperrhahn befindet.

  3. 3

    Personen in Sicherheit bringen

    Sorgen Sie dafür, dass niemand durch das Wasser laufen muss, solange die Stromversorgung nicht gesichert ist. Kinder, ältere und hilfsbedürftige Personen sollten den Bereich nicht betreten.

  4. 4

    Schaden dokumentieren

    Fotografieren und filmen Sie den Schaden ausführlich, bevor Sie etwas verändern: Wasserstand, Ursache, betroffene Gegenstände und Flächen. Diese Dokumentation ist die wichtigste Grundlage für die Schadensmeldung an die Versicherung.

  5. 5

    Wasser abpumpen

    Pumpen Sie das Wasser mit einer Tauchpumpe oder einem Nasssauger ab. Fördern Sie das Wasser kontrolliert nach draußen ab. Achten Sie darauf, dass keine elektrischen Geräte im Wasser stehen, solange der Strom nicht abgeschaltet ist.

  6. 6

    Gegenstände sichern

    Retten Sie Wertgegenstände, Heizung, Elektrogeräte und Dokumente aus dem überfluteten Bereich, sobald der Strom sicher getrennt ist. Lagern Sie gerettete Gegenstände trocken und luftig.

  7. 7

    Versicherung melden

    Melden Sie den Schaden so schnell wie möglich bei Ihrer Wohngebäudeversicherung oder – bei Mietern – beim Vermieter. Je früher die Schadensmeldung erfolgt, desto reibungsloser läuft die Regulierung. Halten Sie die Fotos und den Zeitverlauf bereit.

  8. 8

    Trocknung einleiten

    Beginnen Sie sofort mit der Trocknung: Lüften Sie nur bei trockener Außenluft, setzen Sie Bautrockner und Luftentfeuchter ein. Entfernen Sie nasse Materialien (Teppiche, Kartons), die nicht trocknen können.

  9. 9

    Restfeuchte prüfen

    Prüfen Sie Wände und Boden nach dem Abpumpen auf Restfeuchte (Feuchtigkeitsmessgerät oder Vergleich mit unbetroffenen Stellen). Sichtbar trockene Flächen können im Inneren noch nass sein.

  10. 10

    Fachbetrieb für Wiederaufbau kontaktieren

    Bei großflächiger Durchfeuchtung, Schimmelbildung oder unsicherem Zustand der Elektrik holen Sie einen Fachbetrieb für Bautrocknung und Sanierung. Lassen Sie die Elektrik vor der Wiederinbetriebnahme prüfen.

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Arbeiten Sie diese Punkte in der Reihenfolge ab. Setzen Sie ein Häkchen, sobald ein Punkt erledigt ist.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was mache ich zuerst, wenn Wasser im Keller steht?
Zuerst die Stromversorgung für den Keller abschalten – das ist lebenswichtig, weil Wasser und Strom eine akute Gefahr darstellen. Danach die Wasserzufluhr stoppen, den Schaden fotografieren und das Wasser abpumpen.
Übernimmt die Versicherung den Schaden?
In der Regel greift die Wohngebäudeversicherung bei Leitungswasser, Rohrbruch und (je nach Tarif) auch bei Rückstau oder Überflutung. Mieter melden den Schaden an den Vermieter, der über die Gebäudeversicherung abgesichert ist. Ob Ihr konkreter Tarif den Schaden trägt, klärt Ihr Versicherungsvertrag – melden Sie den Schaden daher so früh wie möglich und bewahren Sie die Fotos auf. Eine Rechtsberatung zu Ihrem Einzelfall ersetzt diese Hinweise nicht.
Wie lange dauert die Trocknung des Kellers?
Eine aktive Trocknung mit Bautrocknern und Luftentfeuchtern dauert typischerweise mehrere Tage bis wenige Wochen, abhängig von der Wassermenge, den Baustoffen und der Luftführung. Wände können auch dann noch feucht sein, wenn die Oberfläche trocken wirkt – prüfen Sie die Restfeuchte, bevor Sie wieder einbauen.
Muss ich den Keller selbst trockenlegen?
Sie sind verpflichtet, den Schaden so gering wie möglich zu halten – pumpen, sichern und trocknen Sie also so schnell wie möglich. Bei großflächiger Überflutung oder Schimmelbefall ist ein Fachbetrieb für Bautrocknung sinnvoll, der die Trocknung messen und dokumentieren kann.
Wann ist ein Fachbetrieb zwingend nötig?
Wenn der Keller über mehrere Zentimeter Wasser stand, Schimmel sichtbar wird, die Elektrik unsicher ist oder die Trocknung nach einigen Tagen nicht vorangeht, sollten Sie einen Fachbetrieb für Bautrocknung und Sanierung hinzuziehen. Auch die Elektrik muss vor der Wiederinbetriebnahme geprüft werden.
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