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Bitumendickbeschichtung oder Dichtschlämme?

Beide Verfahren stehen im Methoden-Glossar dieser Seite. Hier sehen Sie sie nebeneinander. Welches passt, entscheidet am Ende die Untersuchung vor Ort.

Bitumendickbeschichtung an einer Keller-Außenwand im Querschnitt
Bitumendickbeschichtung
Dichtschlämme wird auf eine Kellerwand aufgetragen
Dichtschlämme

Kurzfazit

  • Bitumendickbeschichtung: Das Standardverfahren der Außenabdichtung gegen Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser.
  • Dichtschlämme: Geeignet für die Flächenabdichtung erdberührter Bauteile gegen Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser, sowie als Innenabdichtung bei Salzbelastung (kapillaraktiv, nimmt Salze auf).
Gegenüberstellung Bitumendickbeschichtung und Dichtschlämme
Bitumendickbeschichtung Dichtschlämme
Funktionsweise Nach Freilegen der Wand (Aufgraben) wird eine zweilagige, rissüberbrückende Bitumendickbeschichtung (KMB) auf den trockenen Untergrund aufgebracht. Sie bildet eine flexible, nahtlose Abdichtungshaut, die von außen eindringende Boden- und Sickerfeuchte abweist. Eine zementgebundene, kristallisierende Dichtschlämme wird als starre oder flexible Schicht auf die Wand (innen oder außen) aufgebracht. Die Kristalle wachsen in die Kapillaren und schließen sie dauerhaft gegen eindringende Feuchte.
Geeignet für Das Standardverfahren der Außenabdichtung gegen Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser. Geeignet für erdberührte Wandflächen; in Kombination mit Drainage auch bei hohem Grundwasserstand wirksam. Geeignet für die Flächenabdichtung erdberührter Bauteile gegen Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser, sowie als Innenabdichtung bei Salzbelastung (kapillaraktiv, nimmt Salze auf). Oft Unterbau für Sanierputz.
Grenzen Wirkt nur von außen – setzt Aufgraben voraus. Bei drückendem Wasser (hydrostatischer Druck) ist zusätzlich eine druckwasserdichte Schale (Weiße Wanne / kunststoffmodifizierte Dichtungsbahnen) nötig. Haftet nur auf trockenem, tragfähigem Untergrund. Starre Schlämme reißen bei Setzung/Bewegung; flexible Varianten sind teurer. Kein Schutz gegen drückendes Wasser. Benötigt saugfähigen, tragfähigen Untergrund und sorgfältige Vorarbeit.
Kosten ca. 60–120 €/m² (Material + Arbeitsaufwand, inkl. Aufgraben teurer)
Quelle: ISOTEC Fachbetriebs-Richtwerte / reinhold-daten, Stand 2024
ca. 20–45 €/m² (Material + Auftrag)
Quelle: MyHammer Preisspiegel / Fachbetriebs-Richtwerte, Stand 2024

Hinweis zu den Kosten: Schätzwert aus Industrie-Richtwerten (Marktlage 2024); keine Erstquelle auf der Seite – Fachbetrieb-Anfrage pro Objekt empfohlen.

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