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Injektionsverfahren oder Elektroosmose?

Beide Verfahren stehen im Methoden-Glossar dieser Seite. Hier sehen Sie sie nebeneinander. Welches passt, entscheidet am Ende die Untersuchung vor Ort.

Injektionsverfahren: Bohrkanäle und Packer in einer Ziegelwand
Injektionsverfahren
Elektroosmose-Elektroden in einer Kellerwand im Querschnitt
Elektroosmose

Kurzfazit

  • Injektionsverfahren: Das Standardverfahren bei nachträglichem Horizontalsperren-Einbau an Bestandsmauern mit aufsteigender Feuchte.
  • Elektroosmose: Sonderverfahren für Mauerwerk, das weder injizierbar noch mechanisch trennbar ist (z.
Gegenüberstellung Injektionsverfahren und Elektroosmose
Injektionsverfahren Elektroosmose
Funktionsweise Eine wasserabweisende Creme oder ein Gel wird über Bohrlöcher in die waagrechte Lagerfuge der Mauer gepresst. Das Mittel verteilt sich kapillar, verdrängt Feuchtigkeit und bildet eine durchgehende, wasserundurchlässige Sperrschicht, die das weitere Aufsteigen von Bodenfeuchte unterbricht. An der Wand werden Anoden (außen/tief) und eine Kathode (innen, erdverlegt) angebracht. Eine schwache Gleichspannung erzeugt ein elektrisches Feld, das die kapillare Feuchtewanderung nach unten lenkt (entgegen der natürlichen Aufwärtsbewegung) und so die Mauer trockenlegt.
Geeignet für Das Standardverfahren bei nachträglichem Horizontalsperren-Einbau an Bestandsmauern mit aufsteigender Feuchte. Geeignet für Ziegel, Kalksandstein und poröses Mauerwerk; besonders wirtschaftlich bei durchgehenden Lagerfugen. Sonderverfahren für Mauerwerk, das weder injizierbar noch mechanisch trennbar ist (z. B. stark durchmischte, sehr alte Wände). Geringer baulicher Eingriff, kein Aufgraben nötig.
Grenzen Wirkt nur gegen aufsteigende Kapillarfeuchte, nicht gegen seitlich drückendes Wasser. Bei extrem klüftigem, durchbrochenem oder sehr nassen Mauerwerk (stehende Nässe) greift die Creme ungleichmäßig; dann ist eine mechanische Sperre (Maueraustausch) nötig. Wirkung umstritten und abhängig von Leitfähigkeit/Salzgehalt des Mauerwerks; benötigt dauerhaft Strom. Kein Ersatz bei drückendem Wasser. Gilt in der Fachwelt nicht als gleichwertig zu mechanischen/injektiven Sperren.
Kosten ca. 80–200 €/lfm (Horizontalsperre, inkl. Bohrlocharbeit)
Quelle: feuchte-keller-sanieren.de – Methoden-Quiz & Sanierungskosten-Rechner (erste Seite), Stand 2026
ca. 120–250 €/lfm (Anlage + Verkabelung, zzgl. Strom)
Quelle: MyHammer Preisspiegel / Fachbetriebs-Richtwerte, Stand 2024

Hinweis zu den Kosten: Kostenbild deckt sich mit dem Methoden-Quiz (80–200 €/lfm) und dem Sanierungskosten-Rechner (Material ca. 15 €/lfm + Arbeit 80 €/lfm ≈ 95 €/lfm). Schätzwert aus Industrie-Richtwerten (Marktlage 2024); keine Erstquelle auf der Seite – Fachbetrieb-Anfrage pro Objekt empfohlen.

Unsicher, welches Verfahren zu Ihrem Mauerwerk passt? Das Methoden-Quiz ordnet Ihre Symptome einer Verfahrensfamilie zu, der Sanierungskosten-Rechner schätzt die Kosten.